Das Deggenhausertal ist so etwas wie das Kontrastprogramm zu den quirligen Bodenseeorten. Vor allem in der Hauptsaison, wenn es am See richtig voll und laut wird, lohnt sich ein Ausflug ins Deggenhausertal.

Das Deggenhauser Tal liegt ca. 20km vom Bodenseeufer entfernt zwischen Markdorf mit dem Gehrenberg, Heiligenberg und Oberteuringen. Kleine Dörfer, Weiler und Bauernhöfe – aber vor allem Wälder und Kulturland prägen das ruhige Tal. Der Höchsten mit seinen 838m ist die höchste Erhebung im Bodenseehinterland. Wer den Höchsten begehen will, startet idealerweise im Deggenhausertal.

Der Weg zum Höchsten ist als Premiumwanderweg ausgeschrieben. Die Pfähle mit dem Schild LangGänge finden sich alle paar Meter, so dass der Wanderer eigentlich nie die Orientierung verliert. Der Wanderweg zum Höchsten ist auf diese Webseite genau beschrieben, ich möchte gern noch mal meine persönlichen Highlights beschreiben.

Blick auf Deggenhausen

Wer in Deggenhausen startet, kreuzt die Landstraße und geht dann nördlich Richtung Höchsten hinauf. Das Panorama auf den Gehrenberg und den Ort ist wirklich schön. Als ich im Juli 2021 die Strecke gewandert bin, ist mir dort eine alte Frau begegnet, die noch nach traditioneller Art mit einer Sense Gras gemäht hat. Das habe ich seit Kindheitstagen nicht mehr gesehen.

Wiese mit Blick und Bank

Hinter dem Gruppenhaus  von „Die Zieglerischen“ geht man in ein kurzes Waldstück und erreicht dann eine Wiese mit einer Bank. Der perfekte Platz für eine kleine Pause. Geradeaus weitet sich der Blick Richtung Bodensee, rechts sieht man schon den Pavillon vom Höchsten.

Märchenwald hinter dem Höchsten

Vom Höchsten kommend geht der Wanderweg über die Bundesstraße in einen Waldstück. Moosbewachsener Untergrund, grün und der Weg, der sich durch den Wald schlengelt. Bei Regen Matschgefahr, aber wunderschönes, ruhiges Waldstück.

Extensive Nutzung in Homberg

Aus dem Wald kommend erreichst Du Homberg, leicht bergab. Obstbäume säumen den Weg, rechts Wiesen. Auf Schildern erfährt man, was extensive landwirtschaftliche Nutzung bedeutet und was passieren würde, wenn sich niemand um diese „unliebsamen“ Fluren kümmern würde.

Rastplatz bergab

Wir überqueren eine Landstraße und gehen bergab Richtung Limpach. Schon ein paar Meter hinter dem Dorf erreichen wir einen wunderbaren Rastplatz, eine Bank unter einem alten Baum. Später noch einen weiteren sogar mit Tisch links vom Weg am Waldrand.

Von Atzenweiler nach Obersiggingen

Der Wanderweg schlengelt sich durch den Wald, mal schmaler, mal breiter. Ein wunderbares schattiges Wegstück, später auch noch eine Treppe herunter nach Obersiggingen.

Und auch das Wegstück von Obersiggingen zurück nach Deggenhausen entlang des Waldes ist wunderschön: Felder, alte Obstbäume und der schöne Blick Richtung Höchsten.

Abschließend: Der Rundweg von Deggenhausen zum Höchsten und wieder zurück lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin die 16,5km in 4h zügig gelaufen. Eine abwechslungsreiche Strecke, Felder, Wiesen, Wälder – schöne Aussichten und vor allem viel Ruhe.

Schönes Bodensee-Hinterland!

 

 

 

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